Der Schatz des Freelancers – Lebenslauf als Chance

oder: Warum der Lebenslauf eines Freelancers/Freiberuflers mit all seinen Projekterfahrungen, Soft Skills und Überzeugungen unglaublich wertvoll ist!

Früher war ein Schatz meist materieller Natur, heute sind auch die Erfahrungen eines Freelancers echte Schätze.

Nach ein paar Jahren Berufswelt hat er üblicherweise schon viel wertvolle Erfahrung in seiner Schatzkiste gesammelt, durfte bei zahlreichen Projekten mitwirken und hat eine Menge Soft-Skills. Dies ergibt eine riesige Liste mit Fähigkeiten, die auch wie ein Schatz zu hüten sind und dem Freelancer zu gegebener Zeit für diverse Angebote sehr nützlich sein können.

Zu dem Zweck werden dann die Reichtümer blank poliert und die Schatzkiste für den Kunden geöffnet, damit dieser sieht, ob die enthaltenen Schätze zu seinem Bedarf passen.

Unterschiede beim Packen einer Schatzkiste

Allerdings gibt es große Unterschiede beim Packen einer Schatzkiste:

1. Der Freelancer in Zeitnot wirft alles, was er besitzt, in die Kiste und überlässt es dem Kunden, sich durchzuwühlen und zu sehen, was genau sie enthält. Die großen Teile verdecken dabei möglicherweise die kleinen, die aber für den Kunden vielleicht von besonderer Bedeutung sind.
Der Kunde sieht in diesem Fall unter Umständen auf den ersten Blick nichts, was ihn fesselt und verliert dadurch das Interesse am Angebot des Freelancers, der doch viel mehr zu bieten hat, als der erste Eindruck vermittelt – vielleicht sogar genau das Juwel, nach dem der Kunde schon so lange gesucht hat.

2. Der besonders strukturierte Freelancer hingegen nimmt sich viel Zeit für sein Angebot. Er bringt zuerst möglichst viel über den Bedarf des Kunden in Erfahrung und schneidert sein Angebot passgenau aufgrund der bekannten Angaben. Daher sieht auch jedes Angebot bei ihm anders aus. Er überlegt genau, wie er seine Schätze in der Kiste präsentiert.
Diese bietet zwar nur einen begrenzten Platz, der Freelancer schafft es aber dennoch, alles so zu platzieren, dass der Kunde alle Schätze auf den ersten Blick erfassen und sich überlegen kann, was davon ihm besonders zusagt.

Fassen wir kurz zusammen:

• Jeder Freelancer besitzt eine Schatzkiste an Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen.

• Diese Schätze sollten so angeboten werden, dass der Kunde sofort sieht, was davon für ihn besonders relevant ist, das heißt, das Angebot sollte zur Ausschreibung passen.

• Die Schatzkiste in Ordnung zu halten, kostet Zeit und Überlegung.

• Für einen Freelancer ist es sehr zeitaufwändig, sein Profil immer wieder neu umzuschreiben, um es die für die jeweiligen Ausschreibungsinhalte zu optimieren. Unter Umständen kann diese Arbeit, welche kein direktes Einkommen bringt und Zeit schluckt, in Stunden oder wahrscheinlich sogar Tagen/Jahr berechnet werden.

• Wenn ein Freelancer in einem Projekt steckt, z. B. Projektende Ende des Jahres, dann „opfert“ er seine ZEIT oft nicht oder nicht ausreichend, um sein Profil zu aktualisieren und für die neue Ausschreibung anzupassen – damit schadet er sich selbst.

Bei der Präsentation der Schätze stellen sich dann weitere Herausforderungen – mehr dazu im nächsten Beitrag.

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