Die Checkliste des Schatzsuchers – Profil und Wirkung

oder: Die Aufgabe eines Vermittlers – was macht er mit dem Profil des Freiberuflers?

Der Schatzsucher ist der Mittler zwischen Kunden und Freelancer. Wenn ein Schatzsucher dazwischen geschaltet ist, gibt der Kunde seine Vorstellungen an diesen weiter, und der Vermittler sucht aus den eingehenden Angeboten das Richtige heraus. Er hat einen wichtigen – und einen sehr schwierigen – Part bei der Suche nach dem Schatz.

Der Spagat des Schatzsuchers

Der Schatzsucher sucht üblicherweise einen Menschen mit einem Schatz, der seinem eigenen in vielen Teilen nicht einmal ansatzweise ähnlich ist: Der Schatzsucher ist Experte im Schatzsuchen. Das Objekt seiner Suche ist Experte in völlig anderen Bereichen.

Dazu braucht er ein gutes Vorstellungs- und Einfühlungsvermögen. Er muss sich mit Aufgabenstellungen vertraut machen, die nichts mit seiner eigenen täglichen Arbeit zu tun haben. Er muss eine gute Menschenkenntnis besitzen. Er muss spüren, welche Persönlichkeit zu seinem Auftraggeber passt.

Da er nicht nach einem Freelancer-Schatz für nur einen Kunden sucht, sondern für mehrere Kunden sehr unterschiedliche Schätze heben muss, gleicht er einem Sportler, der den Spagat als leichteste Übung ansieht:

Wie erfahren ist er? Kennt er sich gut genug in den jeweiligen Berufssparten aus? Hat er die Wünsche des Kunden richtig verstanden und den Interessenten vermittelt? Welche eigenen Vorstellungen oder Vorgaben spielen mit hinein?

Das Umpacken der Schatzkisten

Üblicherweise erhält der Schatzsucher vom Freelancer eine gut gefüllte Schatzkiste, ein ausführliches Profil. Im besten Fall hat er genaue Informationen darüber, was dem Kunden wichtig ist – und er hat eine eigene Vorgabe, wie so eine Schatzkiste gepackt werden muss.

Dazu greift er auf bewährte Schemata zurück. Wenn er sicher ist, die besten Kandidaten aus dem großen Pool seiner Freelancer gefunden zu haben, überführt er die Profile in sein Template mit eigenem Logo und Corporate Design.

Das bedeutet, der Schatzsucher packt die bei ihm eingegangene Schatzkiste unter Umständen komplett nach seinen Vorgaben und nach seiner Interpretation um – vielleicht sogar in eine ganz andere Kiste, weil die vom Freelancer keine Normgröße hatte.

Aufgrund dieser Bearbeitung werden manche der vorher in zweiter oder dritter Reihe geordneten Schätze besonders präsentiert und andere dafür in den Hintergrund gerückt. Es kann durchaus auch passieren, dass manche Schätze durch das Umschichten in so eine Normgrößenkiste keinen Platz mehr haben oder für nicht wichtig genug empfunden werden und in den Tresor des Schatzsuchers wandern.

Je nach dem persönlichen Erfahrungsschatz des Schatzsuchers kann das genau die richtige Aktion sein – doch häufig birgt sie auch Gefahren, der Schatzsucher ist somit ein Grat-Wanderer zwischen zwei Welten: Wird die Schatzkiste jetzt noch dem Freelancer gerecht und entspricht sie auch der Vorstellung des Kunden?

Fassen wir zusammen:

  • Jeder Schatzsucher arbeitet nach seinem eigenen Schema bzw. seiner eigenen Checkliste und packt die Freelancer-Schatzkisten entsprechend um.
  • Wie genau die Checkliste funktioniert, kommt auf den Erfahrungs-Schatz des Schatzsuchers an.
  • Die Schätze werden beim Kunden nicht mehr nach der Vorstellung des Freelancers präsentiert und haben somit unter Umständen eine andere Aussage.
  • Was hat die Auswahl eines Freelancers mit dem „Stille Post“-Prinzip zu tun? Erfahren Sie mehr darüber im nächsten Blogbeitrag.

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