Wie läuft eigentlich ein professioneller Angebotsprozess für Dienstleistungen ab?

In vielen Firmen ist die Suche nach einem geeigneten Freelancer für ein neues Projekt ausgelagert. Das heißt, ein professioneller Vermittler kümmert sich um die Vorauswahl der potenziellen Kandidaten, damit die firmeneigene Personalabteilung sich nicht mit hunderten oder gar tausenden von eingehenden Antworten auf die Ausschreibung herummühen muss.

Wie arbeitet ein Vermittler?

Ein Vermittler nimmt Kontakt mit Freelancern auf und bittet diese um ihr Kurzprofil. Diese individuellen Kurzprofile der Freelancer nimmt er dann und packt die darin enthaltenen Angaben in sein eigenes Firmentemplate, um daraus Angebote für seine Kunden zu erstellen.

Dies hat für den Kunden den Vorteil, dass er bei jedem Profil ähnliche Angaben an der gleichen Stelle findet und ein direkter Vergleich stattfinden kann. Für den Freelancer hat es allerdings den Nachteil, dass er – zumindest von der Form her – schon nicht mehr herausstechen kann aus der Menge der angeglichenen Profile.

Der Kunde wählt aus den vom Vermittler zusammengestellten Kurzprofilen die Kandidaten aus, die ihm am meisten zusagen. Daraufhin schickt der Vermittler einen Rahmenvertrag und Geheimhaltungsunterlagen an diese ausgewählten Freelancer. Diese wiederum unterschreiben diese Verträge, und erst danach kommt es zu einem direkten Kontakt (oft einem Telefonat) zwischen Kunden und Freelancer.

Wie kann ein Freelancer seine Position stärken?

Wie wir gelernt haben, ist ein Kurzprofil kein Angebot. Das heißt, wenn ein Freelancer nur sein Kurzprofil an den Vermittler sendet, unterliegt er erst einmal den Rahmenbedingungen des Vermittlers.

An diesen wird er in der Regel nicht vorbeikommen. Allerdings gibt es immer Verhandlungsspielräume, und hierbei ist es immer von Vorteil, wenn die eigenen Konditionen zuvor klar kommuniziert werden. Beispiele:

  • Unter welchen Bedingungen gilt der bis dahin mündlich kommunizierte Preis?
  • Wie lange gilt das eigene Angebot überhaupt?
  • Wie wird mit Reisen umgegangen?

Abgesehen von dem professionelleren Eindruck spart dies Zeit und schafft Klarheit in den weiteren Verhandlungen.

Fassen wir zusammen:

  • Die Individualität eines Freelancer-Kurzprofiles geht im weiteren Bearbeitungsprozess zumeist verloren. Daher kommt dem Inhalt eine umso größere Bedeutung zu.
  • Die Formulierung eigener Konditionen stärkt die Position des Freelancers bei den weiteren Schritten.
  • In unserem nächsten Blogbeitrag widmen wir uns dem Angebot eines Freelancers.

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